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Die wirtschaftliche Erholung ist in vollem Gange, und die Vorstände von Unternehmen aller Größen versuchen herauszufinden, wie es weitergeht. Ein immer größerer Teil dieser Zukunftsfragen bezieht sich auf die Sicherheit. Folglich stellen viele Vorstände fest, dass sich ihr Verhältnis zur Cybersicherheit verändert.

Heute sehe ich im Wesentlichen zwei Arten von Vorständen: diejenigen, die eine defensive Sicherheitsstrategie verfolgen, und diejenigen, die – um einen Begriff aus dem Sport zu verwenden – offensiv spielen. Die defensiven Vorstände betrachten die Cybersicherheit noch immer als Kostenstelle und alstaktisches Element, bei dem es um Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit geht. Die offensiven Vorstände hingegen betrachten die IT als eine strategische Komponente, die zur Transformation ihres Unternehmens beiträgt.

Offensiv denkende Vorstände sind bestrebt, ihre IT von einer Kostenstelle in einen Wertschöpfungsfaktor zu verwandeln. Diese fortschrittlichen Vorstände, von denen es immer mehr gibt, suchen stets nach Möglichkeiten, den Umsatz zu steigern und zugleich das Risiko zu verringern.

Worauf sich Vorstände während der Pandemie konzentriert haben

Während der Pandemie war die IT für viele Vorstände sehr wichtig. Denn es war die IT, die die Arbeit im Homeoffice ermöglichte und den laufenden Geschäftsbetrieb in einer Welt des Social Distancing unterstützte.

Mobiles Arbeiten ist zwar kein neues Phänomen, aber vor der Pandemie waren viele CIOs nicht darauf eingestellt, mehr als 90 Prozent ihrer Belegschaft von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Aus der Not heraus erkannten Geschäftsleitungen und Vorstände, dass Mitarbeiter auch im Homeoffice produktiv arbeiten können.

Als mobiles Arbeiten somit von einer Möglichkeit zur notwendigen Realität wurde, ging es zunächst darum, den Mitarbeitern sichere Verbindungen bereitzustellen. Vorstände und Geschäftsleitungen wollten zudem etwas über die Zugriffsmuster erfahren und darüber, ob es besser wäre, den gesamten Datenverkehr über die Rechenzentren des Unternehmens zu leiten, statt häufiger die Cloud zu nutzen. Die Belastbarkeit der Geschäftsabläufe war das zweite wichtige Thema für die Vorstände, und sie ist auch heute noch entscheidend.

Belastbarkeit und Innovation nach der Pandemie

Fortschrittlich denkende Vorstände wollen heute nicht nur die Belastbarkeit erhöhen, sondern auch die Betriebsabläufe und Innovationsmethoden weiterentwickeln. Viele Vorstände überlegen, was ihre Unternehmen jetzt anders – und besser – machen sollten als vor 2020. Daher fragen sie die Geschäftsleitung, was getan werden kann, damit das Unternehmen im Falle eines weiteren unvorhersehbaren Ereignisses über die richtige Größe, Kapazität und Strategie verfügt, um die Krise zu überstehen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Leitfaden für Vorstände nach der Pandemie

Mit den folgenden fünf wichtigen Fragen müssen sich Vorstände in der Zeit nach der Pandemie auseinandersetzen und werden dies auch von der Geschäftsleitung verlangen:

  1. Was kann die IT für den Umsatz tun? Vorstände werden IT-Leiter fragen, wie sich die Technologiestrategie des Unternehmens auf den Umsatz auswirkt. Um diese Frage zu beantworten, muss die IT-Abteilung ein umfassendes Programm für die digitale Transformation vorlegen, das nicht nur die Technologie, sondern auch die Risiken berücksichtigt. Die IT-Leitung muss dem Vorstand eine umfassende 360-Grad-Sicht auf alle Asp