Einleitung
Die Einführung der Automatisierung in Unternehmen war lange Zeit ein langsamer, schrittweiser Prozess. Mit dem Jahr 2026 rückt jedoch ein transformativer Sprung näher, der diesen stetigen Fortschritt ablösen wird. Das Jahr 2026 wird den Wendepunkt markieren, an dem die Weltwirtschaft von „KI-unterstützt“ zu „KI-nativ“ übergeht. Wir werden nicht nur neue Tools einführen, sondern eine neue wirtschaftliche Realität schaffen: Die KI-Wirtschaft.
Autonome KI-Agenten, also Objekte mit der Fähigkeit zu denken, zu handeln und sich zu erinnern, werden dieses neue Zeitalter definieren. Wir delegieren wichtige Aufgaben an diese Agenten: von der Bearbeitung von Warnmeldungen im Security Operations Center (SOC) bis zur Erstellung von Finanzmodellen für die Unternehmensstrategie.
Für Führungskräfte wird eine zentrale Frage im Jahr 2026 sein, wie eine neue, multihybride Belegschaft verwaltet und abgesichert werden kann, in der Maschinen und Agenten schon jetzt die Zahl der menschlichen Mitarbeiter im Verhältnis 82 zu 1 übertreffen.1 Mit dem Aufkommen der mobilen Arbeit haben wir bereits die Verlagerung von einem physischen Standort zu einer digitalen Verbindung erlebt. Jetzt stehen wir vor der neuen, ungesicherten Eingangstür des Browsers eines jeden Mitarbeiters.
Diese Produktivitätsverlagerungen setzen auch eine neue Risikoklasse frei. Insider-Bedrohungen können in Form eines bösartigen KI-Agenten auftreten, der in der Lage ist, Ziele zu manipulieren, Tools zu missbrauchen und Berechtigungen mit einer Geschwindigkeit zu erweitern, die menschliche Eingriffe unmöglich macht. Gleichzeitig tickt eine stille, entscheidende Uhr: Die Quantenzeitachse beschleunigt sich und droht, unsere Daten rückwirkend unsicher zu machen.
Diese neue Wirtschaft erfordert ein neues Playbook. Reaktive Sicherheit ist eine zum Scheitern verurteilte Strategie. Um erfolgreich zu sein, muss sich die Sicherheit von einer defensiven Maßnahme zu einer proaktiven, offensiven Strategie entwickeln.
Aufgrund der KI reicht es nicht mehr aus, das Unternehmensnetzwerk zu schützen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass unsere Daten und Identitäten absolut vertrauenswürdig sind. Wenn Organisationen dies richtig angehen, verwandelt sich die Sicherheit von einer Kostenstelle in einen Motor für Unternehmensinnovationen und bietet ihnen die vertrauenswürdige Grundlage, die sie brauchen, um schnell voranzukommen. Die folgenden sechs Prognosen von Palo Alto Networks definieren diese neue Landschaft.



- Ein Anstieg der Angriffe durch KI-Agenten: Bedrohungsakteure nehmen nicht mehr in erster Linie Menschen ins Visier. Sie werden versuchen, die Agenten zu kompromittieren. Mit einer einzigen, gut ausgeklügelten Prompt Injection oder durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke für „Tool-Missbrauch“ können sie den mächtigsten und vertrauenswürdigsten „Mitarbeiter“ einer Organisation für sich gewinnen. Plötzlich hat der Angreifer nicht nur einen Fuß in der Tür, sondern auch einen autonomen Insider, der im Stillen Geschäfte abwickeln, Backups löschen oder die gesamte Kundendatenbank ausschleusen kann.
- Die Nachfrage nach KI-Sicherheit: Als Reaktion darauf wird 2026 eine neue, unverzichtbare Kategorie von KI-Governance-Tools auf breiter Basis in Unternehmen eingeführt. Diese unerlässliche Ebene ist eine Art „Sicherheitsvorrichtung“, die eine kontinuierliche Erkennung und Verwaltung aller KI-Assets ermöglicht und vor allem während der Laufzeit als „KI-Firewall“ dient. Es ist die einzige Lösung, die in der Lage ist, Angriffe mit maschineller Geschwindigkeit zu stoppen, indem sie Prompt Injections, schädlichen Code, Tool-Missbrauch und die Nachahmung von KI-Agentenidentitäten erkennt und blockiert, sobald sie auftreten, während es die Agenten kontinuierlich mit Red-Teaming überwacht, um Schwachstellen zu finden, bevor sie von den Angreifer gefunden werden.
















